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Finanzierungsgeschäft der Pfandbriefbanken

Entwicklung der Gewerbeimmobilienfinanzierung

Im Jahr 2016 wurden Darlehen für die Finanzierung von Gewerbeimmobilien in Höhe von 67,7 Mrd. Euro vergeben. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies einer Steigerung um 6,2%. Nachdem im Vorjahr sowohl das In- als auch das Auslandsgeschäft deutlich zunahm, trug im Berichtsjahr nur noch das Inlandsgeschäft zum Wachstum bei (11,8%). Das Auslandsgeschäft ging demgegenüber leicht zurück (-1,4%) (vgl. Tabelle).




Das Wachstum im Neugeschäft wurde im Wesentlichen von der Entwicklung der Finanzierung von Bürogebäuden, dem mit Abstand bedeutendsten Marktsegment (51% des Gesamtvolumens), getragen.  Die Zusagen stiegen in diesem Teilmarkt im Vorjahresvergleich um 13,6% an. Bei Hotelgebäuden nahm das Zusagevolumen kräftig zu, allerdings ist der Wachstumsbeitrag dieses Segments zum gesamten Finanzierungsgeschäft volumensbedingt deutlich geringer. Leichte Rückgänge im Vorjahresvergleich waren bei Handelsgebäuden (-5,0%) und Industriegebäuden (-26,3%) festzustellen. Bei den sonstigen gewerblich genutzten Objekten nahm das Neugeschäft leicht zu (4,3%). 

Die Pfandbriefbanken sind als Anbieter langfristiger Finanzierungen mit ihrer spezifischen Refinanzierungsstruktur einem zunehmenden Wettbewerbsdruck und einer Verschärfung der regulatorischen Anforderungen im Finanzierungsgeschäft in einem besonderen Maße ausgesetzt. Trotz dieser Herausforderungen hatten die Mitgliedsinstitute des vdp im Jahr 2016 eine gute Geschäftsentwicklung zu verzeichnen.  Insgesamt gesehen profitierte das Gewerbeimmobilienfinanzierungsgeschäft der Pfandbriefbanken im Jahr 2016 von den stabilen ökonomischen Rahmenbedingungen in Deutschland.

Grundsätzlich ist zu erwarten, dass sich der robuste Aufschwung, in dem sich die deutsche Wirtschaft befindet, auch 2017 fortsetzen wird, so dass auch in diesem Jahr mit einer entsprechenden Nachfrage nach Gewerbeimmobilienfinanzierungen im Inland zu rechnen ist. Allerdings hat sich die globale politische Landschaft deutlich verändert (z.B. „Brexit“), was weitreichende und ungewisse Konsequenzen für die Weltwirtschaft und für Deutschland haben kann.





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